MIKI MALÖR - Performance. Radikales Theater.

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Veiling [logo]VERSCHLEIERUNG
ein Gesellschaftsspiel

Die Performance über Intimität in der Öffentlichkeit

Ihr Gesicht gehört Ihnen!

Wien, Oktober 2001; Foto: Armin Bardel

Information, Probetragen, themenzentrierte Darbietungen, Schönheit und Staunen, Mimikvorführung, Laufsteg, Disco.

Anonym. Inkognito. Privat.

Schleier als Chance.
Eintritt nur verschleiert möglich.

Schleier werden zur Verfügung gestellt.

Veiling ist eine weltweite Bewegung, die mit Mode, Symbolen, Selbstinszenierungen spielt.

Veiling wird von Menschen aller Altersgruppen sowie verschiedenster sozialer Zugehörigkeiten gespielt.

Veiling drückt ein Lebensgefühl aus.

Veiling entstand im Frühjahr 2000 in Québec, Kanada, wahrscheinlich im Umfeld des Künstlerkollektivs „Quartier Requin”.
Bei einer Demonstration für gleiche Rechte für Schwule, Lesben und Transsexuelle gingen erstmals zahlreiche Demonstranten und Demonstrantinnen verschleiert. Ihr Slogan war ‘free intimacy’.
Überraschenderweise begannen in den folgenden Wochen viele KanadierInnen, ihren „Demo”-Schleier auch weiterhin zu tragen.
Von Kanada gelangte die Idee nach Frankreich, wo sie sich über das Festival von Avignon im Sommer 2000 verbreitete. Wie eine Kettenreaktion ergriff die Idee die Zuschauer und Zuschauerinnen der Veranstaltungen, mehr und mehr kamen verschleiert. Woher die vielen und erstaunlich einheitlichen Schleier herkamen, blieb ein Rätsel.
Die meisten Schleier waren aus Tarnstoffen gemacht, um die Idee des Verbergens beziehungsweise des Verborgenen zu verdeutlichen. Und: sie alle trugen das Logo der freien Intimität” (‘free intimacy’).
Mittlerweile hat das Veiling sowohl in den USA als auch in Europa (love parade) Einzug gehalten.

Veiling bezieht sich nicht auf den Islam, was allein daran erkenntlich ist, dass sich insbesonders auch Männer verschleiern und dass der Schleier jederzeit an- oder abgelegt werden kann.

Veiling ist eine Bewegung von Menschen, die Intimität in der Öffentlichkeit wollen.
Ziel ist die Rückeroberung der Öffentlichkeit als Person.
Der Schleier ist unser kleinstmöglicher Privatraum und er ist transportabel.
Jede/r kann unsere Idee verwenden. Das „Logo der freien Intimität” darf ausdrücklich kopiert werden.

Veiling ist unkommerziell, überparteilich, es ist eine Mode der Bescheidenheit ohne Einschränkungen für Geschlecht, Einkommen, Gesundheit oder Alter.

Veiling bietet Personen „des öffentlichen Lebens” eine Chance auf ein normales Leben.

Veiling ist eine weltweite Mode ohne Profitorientierung. Sie kann von jedem Menschen nachgemacht werden und sie ist billig, da keine Konzerne daran verdienen.

Veiling erweitert unsere individuellen Möglichkeiten um die Mode der Verhüllung.

Mit, resp. von: Edgar Aichinger, Armin Bardel, Alexander Brom, Robert Drapela, Hagnot Elischka, Andrea Fischer, Christa Hoch­egger, Michael Krammer, Hannes Lengauer, Anja Lerch, Miki Malör, Felix Nieder­hauser, Gerda Schorsch, Helmut Schütz, Christoph Spiess, Martina Spitzer, Berna­dette Stummer, Patricia Thill und Schülern der Modeschule Michel­beuern.
Links: Projekthomepage mit Hintergrund­informationen, Schnittmustern und über 100 Fotos.
Die Originalsite des kanadischen Künstlerkollektivs „Quartier Requin” (den Begründern der Veiling-Bewegung) ist seit Dezember 2002 vom Netz; wir haben sie hier für Sie gespiegelt.
Zeit, Ort: Dezember 2001
WUK-Theater, Wien

2:58min Video im Windows Media 9 Format (links: 5.3MB Highspeed, rechts: 1.1MB Modem)
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letzte Aktualisierung: Mai 2009 []